Studiengang Entrepreneurship

Prof. Dr. Dr. Michael Vogel

Ein Unternehmen zu gründen ist eine große Herausforderung. Oder? Reicht es nicht, eine gute Idee zu haben? Ein gutes Team? Fachliches Know-how? Welche Hürden und Widerstände es bei der Gründung eines Unternehmens zu bewältigen gilt, welche Soft Skills hilfreich sind und welche Charaktere sich in einem Team vorteilhaft ergänzen, all das lässt sich am besten erfahren, wenn man es einfach tut: Gründen.

Diese Idee aus der finnischen Team Academy hat Prof. Dr. Dr. Michael Vogel so sehr begeistert, dass er einen entsprechenden Studiengang auch in Deutschland anbieten möchte. Ein gänzlich neues Format, welches sich bereits in anderen Ländern weltweit bewährt hat. „Es geht um selbstgesteuertes, selbstleitendes und selbstwirksames Lernen“, erklärt Michael Vogel. Keine Vorlesungen, keine Literaturlisten, stattdessen intensive Betreuung, Coaching, Workshop-Reihen „on demand“ zu aktuellen Fragen und vor allem eine klare Aufgabenstellung: Gründet ein Unternehmen.

„Was ist möglich, wenn man den Hörsaal verlässt und sich mit realen Konsequenzen rumschlagen muss?“ Prof. Dr. Dr. Michael Vogel glaubt, die Studierenden sollten weiter über ihren Tellerrand hinaus blicken und möchte ihnen die Möglichkeit bieten, Erfahrungen aus einem realen Umfeld in ihre Persönlichkeitsentwicklung zu integrieren. Um einen entsprechenden Studiengang zu etablieren, ist vieles notwendig. Die Finanzierung ist ein wichtiger Teil des Ganzen, aber natürlich geht es auch um Aufmerksamkeit. „Finanzielle Unterstützung gab es zwar nicht, aber nach einem Bericht im Weser Kurier hatten wir schon den ersten Bewerber“, schmunzelt Michael Vogel.

Gemeinsam mit vier weiteren Angehörigen der Hochschule Bremerhaven verfolgt Prof. Dr. Dr. Michael Vogel das Ziel der Gründung einer Team Academy in Deutschland. Zuständig für die Entwicklungs- und Aufbauarbeit, stellte er dieses Konzept bereits an einigen Stellen vor und traf stets auf große Begeisterung – auch bei „Ideen für Bremen“. „Der Stifterverband ist leider an Programme gebunden“, bedauert Michael Vogel. Insofern wäre eine finanzielle Förderung aus der Wirtschaft wünschenswert. „Aber eine Empfehlung und positive Signale sind natürlich auch immer hilfreich und erfreulich.“