Bienen für Bremen

Dieter Schimanski

Drittwichtigstes Nutztier und stark bedroht: die Biene ist zwar mehr als ein bloßer Lieferant der süßen Leckerei, ihr Bestand jedoch ging seit 1990 von 1,1 Mio. Bienenvölkern auf heute 700.000 zurück. Dabei ist das kleine Insekt lebenswichtig für uns und unser Ökosystem. Über 80% aller Natur- und Wildpflanzen werden durch sie bestäubt und sichern so unsere Ernährung. Doch der Mensch hat viel dazu beigetragen, das Überleben der Bienen zu gefährden.

Mit seiner Idee „Bienen für Bremen“ will Dieter Schimanski diesem Trend entgegenwirken. Es gibt mehr als genug Stellflächen in der Stadt, die sich nutzen lassen. „Wir können Bremen zur ersten ‚Bienen-Hauptstadt’ Europas machen“, glaubt er. Seine Lösung ist so einfach wie bequem: „Ein Bienenstock braucht nicht viel Platz, der passt auf jedes Dach, in den Garten oder auf den Balkon.“ Und die Bienenstöcke werden von Dieter Schimanski geliefert und betreut. Der Lohn für das bequeme Engagement? Ca. 20 kg eigenen Honig.

„Bienenvölker bewegen sich in einem Radius von 3 bis 4 Kilometern, da ist in einer Stadt wie Bremen problemlos Platz für 1.000 bis 2.000 Völker“, weiß Dieter Schimanski. Bisher hat er etwa 50 Bienenvölker vermietet – da ist also noch ordentlich Luft nach oben. Das Bekanntwerden und Verbreiten seiner Idee durch „Ideen für Bremen“ unter den beteiligten Geschäftsleuten zeigt bereits erste Erfolge. „Jedes Unternehmen kann sich ein Bienenvolk mieten – das ist spannend für die Mitarbeitenden, verbindet und ist außerdem nachhaltig“, erläutert Dieter Schimanski den strategischen Mehrwert. Eine klassische Win-Win-Situation also, die auch noch schmeckt.

Ein Wettbewerb wie „Ideen für Bremen“ bietet die Möglichkeit, unterschiedliche Zielgruppen zu aktivieren. Erreichen möchte Dieter Schimanski aber vor allem die großen Unternehmen und medienpräsenten Institutionen. „Bremer Unternehmen sollten sich zu diesem Umweltprojekt bekennt und mindesten ein Bienenvolk mieten oder sich finanziell an diesem Projekt beteiligen.“ Ein Einstieg ist mit seinem Gewinn des Wettbewerbes gelungen – jetzt gilt es emsig weiter Mieter und Unterstützende zu sammeln.